Bester SX2-Pilot am Freitag / Sturzpech am SamstagDas Messe Center im dänischen Herning war am vergangenen Wochenende (29./30.Januar) der Schauplatz für die 16.Auflage des Yamaha Supercross Herning. Im gemischten SX1/SX2-Starterfeld von 30 Fahrern aus zwölf Nationen stellte sich auch Jack Brunell aus Old Windsor zum Saison- abschluss den Herausforderungen dieser Veranstaltung.  | | Jack Brunell |
Trotz der nicht ganz einfachen Streckenbedingungen gelang es Jack am Freitag sich als einer der besten SX2-Piloten des Fahrerfelds zu etablieren. Bereits in den Trainingssitzungen konnte er nach einer kurzen Eingewöhnungsphase mit guten Rundenzeiten auftrumpfen: "Die Strecke in Herning war ziemlich schwierig und ich hatte meine Probleme mit der 250F den Tripple zu springen. Dennoch gelang es mir eine gute Zeit zu fahren und beendete das Zeittraining als Zwölfter. Das war gar nicht mal so schlecht, denn die meisten Teilnehmer fuhren 450er Maschinen." Der anschließende Weg bis zur Teilnahme am Hauptevent des Abends - dem Supercross-Finale über 15 Runden - verlief dann erwartungsgemäß nicht ganz so einfach. Doch mit einem zweiten Platz im LCQ-Rennen sicherte sich Jack seinen Platz in der Startaufstellung des Finalrennens: "Im ersten Vorlauf hatte ich einen schlechten Start und musste mich anschließend durch das Fahrerfeld kämpfen. Ich konnte ziemlich viele Fahrer überholen und beendete das Rennen als Dritter, womit ich direkt für das Halbfinale qualifiziert war. Dort erwischte ich erneut einen misslungen Start gegen die 450er und war zunächst Letzter. Ich versuchte mein Bestes um an den Fahrern vor mir vorbeizukommen und war im Ziel Sechster, so dass ich ins Last Chance Qualifikationsrennen musste. In diesem gelang mir der Start recht gut und ich fuhr zunächst an zweiter Position. Später konnte ich sogar an die Spitzenposition vorrücken und diese bis zur letzten Runde verteidigen. Leider machte ich dann kurz vor dem Ziel einen dummen Fahrfehler und rutschte mit meinem Bike weg. Ich saß aber schnell wieder auf meiner Maschine und wurde noch Zweiter, so dass ich für das Finale qualifiziert war." Trotz eines schlechten Starts und eines Sturzes konnte sich der 22-Jährige im Finale bis auf den fünften Platz vorkämpfen und beendete damit den Freitagabend als bester SX2-Fahrer: "Im Finale hatte ich einen ziemlich schlechten Startplatz und entsprechend einen schlechten Start. Nach einem Sturz in den Whoops brauchte ich eine Weile, um mich wieder vorzukämpfen. Aber ich schaffte es mir einen Weg durchs Fahrerfeld zu bahnen und am Ende als Fünfter die Ziellinie zu überqueren." Mit diesem Erfolg in der Tasche schöpfte Jack eine gehörige Portion an Selbstvertrauen, was sich bereits im Training am Samstag bemerkbar machte: "Am Samstag gelang es mir endlich den großen Tripple zu springen du ich beendete das Zeittraining mit der sechstschnellsten Rundenzeit, worüber ich mich wirklich freute." Nachdem sich Jack am Abend erneut bis zum LCQ-Rennen vorgekämpft hatte, musste er aber nach einem schweren Sturz leider alle Hoffnungen auf eine erneute Teilnahme am Finale begraben: "Nach einem schlechten Start im ersten Lauf arbeitete ich mich wieder quer durchs Fahrerfeld und beendete das Renenn als Vierter, womit ich wieder auf direktem Weg fürs Halbfinale qualifiziert war. In diesem fuhr ich zunächst auch am Ende des Fahrerfelds, konnte mich aber bis auf die fünfte Position vorkämpfen. Schon in Schlagdistanz zum Vierten unterlief mir aber ein Fahrfehler und ich fiel auf Rang neun zurück. Zwar konnte ich anschließend erneut ein paar Fahrer überholen und als Sechster das Ziel passieren, musste aber wieder ins LCQ. Und dieses lief gar nicht gut. Ich verhakte mich am Startgatter und war danach Letzter. Zwar konnte ich mich schnell bis auf Position drei vorarbeiten, stieß aber bei einem Sprung in der Luft mit einem anderen Fahrer zusammen und ging danach heftig zu Boden. Leider konnte ich das Rennen danach nicht fortsetzen und so war der Abend für mich vorzeitig zu Ende." Trotz des nicht ganz nach seinen Vorstellungen verlaufenen Samstagabends zeigte sich Jack insgesamt sehr zufrieden mit dem eingefahrenen Resultat in Herning: "Insgesamt bin ich richtig zufrieden mit meiner Leistung in Herning. Ich bin glücklich mit den fünften Platz im Freitagsfinale und ich bin mir sicher ohne den Sturz hätte ich auch am Samstag ins Finale einziehen können. Doch nun freue ich mich auch auf die an- stehende Pause und die Vorbereitungen auf die kommende Outdoor-Saison." |